WARUM

 

Mathematik und Geometrie sind für viele wenig transparent. Oft wollen Kinder ein Rezept für die Lösung von Aufgaben, dabei besteht das Geheimnis der Mathematik darin durch Denken mit einer minimalen Anzahl von Regeln eine unendliche Vielfalt von Problemen zu erfassen und zu begreifen.

 

Im Grunde ist es am Besten faul zu sein. Denn nur der, der sich den einfachen Weg sucht, sucht danach es so zu begreifen, daß er das Auswendiglernen vermeiden kann. Oft ging es mir so, daß ich vor allem durch den Wunsch weniger tun zu müssen mein Denken geschult habe. Im Ergebnis interessant, weil man am Ende Interesse an der Sache gewinnt und dann immer weiter nach der Vereinfachung sucht. Die Lösung erscheint dann so einfach und klar, daß man sich am Ende wundert mit wie wenig Aufwand die Dinge sich lösen lassen. In einer so sehr von Zahlen bestimmten Welt ist es wichtig mit Zahlen umgehen zu können. Nur so lassen sich viele Vorgänge um einen herum begreifen.

 

Wichtig ist mit dem Kopf zu rechnen, Zahlen zu erfassen, mit ihnen spielen zu können. Nur wer hier ganz am Anfang einen Zugang zu Zahlen findet, wird auf Dauer auch zu dem Spiel mit Gleichungen und Formeln auf einfache Weise einen Zugang finden. Erst wenn wir Feuer gefangen haben, wird es interessant für zum Beispiel den Satz des Pythagoras einen eigenen Beweis zu suchen.

 

Das Wort Begreifen enthält das Wort greifen, also anfassen. Es ist wichtig, daß am Anfang das Anfassen ein wesentlicher Bestandteil des Lernens ist. Erst dann kommt die Abstraktion. 

 

Eine abstrakte Divison von 16 durch 4 wird für die Kleinsten einfach erfassbarer, wenn sie die Aufgabe haben 16 Äpfel unter 4 Geschwistern zu verteilen. Die Antwort fällt ihnen dann einfach leichter.  Am Anfang des Mathematik Unterrichts sollte also verstärkt mit Material gearbeitet werden, Perlen zum Zählen, Zahlenstäbchen zum Addieren und Multiplizieren. Auf dem weiteren Lernweg bekommt die Geometrie, wegen der Vielzahl der anschaulichen Problemstellungen, eine besondere Rolle.

 

Desweiteren ist es wichtig, daß wir wissen, wozu wir etwas brauchen. Was nützt es uns Primzahlen auswendig zu lernen, wenn sie nicht einen klaren Zweck erfüllen.

 

Mathematik ist also keinesfalls das Auswendiglernen von Rechen-Rezepten, denn dann müßten wir unendlich viele lernen. Es geht darum zu Begreifen und mit möglichst wenigen Schritten die gegebenen Regeln immer wieder neu zu verknüpfen.

 

Im Grunde ist Mathematik etwas für Lernfaule, die mit möglichst wenig Wissen logisch dieses verknüpfen, um an ihr Ziel zu kommen.


 

Hier auf diesem Website sind nur einige wenige Beispiele,

die Wege zur Transparenz aufzeigen können.

 

Sie sollen als Anregung dienen und über das Verstehen den Kindern den Spaß an der Mathematik erschließen. Einiges ist für den Anfang des Lernens geeignet, anderes eher für das weitergehende Nachdenken über unser mathematisches Gebäude.